Danke Axel, danke Springer!

Huuups! Da ruft man https://donotlink.it/kMy9 auf und steht vor heruntergelassenen Jalousien. Und weshalb? Nun, weil man einen pöhsen Adblocker verwendet. Das geht ja mal wirklich nicht. Schließlich sind stets und ständig über 500 hochqualifizierte und seriöse, unabhängige, wahrheitsliebende Journalisten 48 Stunden am Tag unterwegs, um als erste mit Mordopfern Interviews zu führen, die Schurken der Welt bloßzustellen und dem Leser die wirklich echt ehrliche absolute Wahrheit in mundgerechten Happen zu servieren. Und das kostet nunmal Geld, das sich dieses Qualitätsmedium nur über Werbeeinblendungen oder bezahlte Inhalte verschaffen kann.

Jetzt komme ich Arschloch daher und klaue denen quasi ihren wohlverdienten Lohn. Nein… pfui Teufel… was für ein mieser Charakter doch in mir schlummert. Also werde ich ausgesperrt. Aber wenn ich mag, kann ich mich ja erpressen lassen. Entweder ich schalte jefällichst den miesen Blocker aus oder ich zahle künftig dafür, dass ich die WAHRHEIT erfahren darf.

Allerdings haben sie da die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Nun kann es mir nämlich nicht mehr passieren, dass ich versehentlich (durch irgend einen unbedachten Klick) auf ihr Schmierblatt gerate und mir den Dreck anschauen muss. Das spart auch Nerven und schon meinen ohnehin empfindlichen Reizmagen. Und deshalb sage ich: „Danke Axel, danke Springer!“

Ich bin wirklich nicht auf die „Medien“ dieses Verlagshauses angewiesen, denn ich weiß schon, wo und wie ich mich umfassend informieren kann. Und dazu verwende ich gerne auch unterschiedliche Quellen, über deren Hintergründe ich recherchiert habe und mache mir letztlich mein eigenes Bild(!).
Der Verlag kann sich also ganz locker mal seine Inhalte da hin stecken, wo die Sonne nie hinscheint.
Weder lasse ich mich von ihnen dazu bewegen, meinen ihre Seite bei meinem Blocker auf die Whitelist zu setzen, noch werden sie für ihren Dreck auch nur einen Cent oder Forint von mir sehen.

Letztens habe ich auch einen Artikel von einem Blogger gelesen, der alle Nutzer von Adblocking quasi als asoziale Diebe beschimpft hat. Nun, der hat bei mir natürlich auch gewonnen. Dieses Blog ist nicht nur auf der Blacklist von Disconnect, sondern auch auf meiner persönlichen Blacklist von Seiten, die ich nicht sehen möchte, gelandet. Klar verstehe ich, dass es Menschen gibt, die ihren Lebensunterhalt (ich schätze sowieso eher nur zum Teil) über Werbeeinnahmen finanzieren. Das ist auch legitim, wenn man nicht, wie ich z. B., seine Inhalte wirklich FREI verfügbar machen möchte. Wenn die Seite dann mit guten und wertvollen Inhalten glänzt… mir also einen Mehrwert bringt, mich unterhält oder informiert… mir Ideen oder Tipps vermittelt… und wenn dann die Werbung noch nicht zu plakativ ist und die Seite zukleistert… nun, dann kommt die Seite selbstverständlich auf die Whitelist. Damit habe ich keine Probleme. Aber ich lasse mich nicht beschimpfen, wenn ich SELBST bestimmen möchte, ob und was ich an Werbung sehen möchte und was und wie nicht. Wenn ich dann künftig ausgesperrt werde, gräme ich mich nicht, sondern sehe es als Befreiung von unnützem Ballast. Wie gesagt… sind mir die Inhalte etwas wert, so werde ich nicht verhindern, dass der Betreiber seine Inhalte über Werbung monetarisiert. Ich bin in solchen Fällen auch gerne bereit, dafür eine angemessene Zahlung zu leisten… WENN es mir der Inhalt wert ist – wie gesagt.

Noch ein Hinweis an Axel und an Springer… wenn ihr schon das Gitter vor Euer Dreckblatt macht, verwendet doch ein anständiges Schloss. Man kann den Mist nämlich sehr wohl auch ohne Werbung schauen. Die Methode zum Aussperren ist mehr als dilettantisch! Einfach Skripte blocken (z. B. mit ScriptSafe) und man kann sich an den bunten Bildern mit flachen Texten weiter ergötzen. Ich nehme die hochgezogene Zugbrücke aber gerne als solche an… danke Axel, danke Springer!

 

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